Nur 1 von 3 neuen Panzern an die Bundeswehr ausgeliefert: Bericht

BERLIN, 31. Oktober — Von den 97 schweren Rüstungsgütern, die 2017 neu an die Bundeswehr geliefert wurden, können derzeit nur 38 eingesetzt werden, so ein offizieller Bericht des Verteidigungsministeriums vom Mittwoch, den die Deutsche Presseagentur (dpa) gesehen hat.

Laut dem Bericht als Reaktion auf eine parlamentarische Anfrage der Linken könnte die Lieferqualität insbesondere beim Transportflugzeug A400M und beim Schützenpanzer Puma „noch verbessert“ werden. Nur 27 der 71 im vergangenen Jahr gelieferten Puma-Tanks sind in Betrieb und nur vier von acht neuen A400M-Flugzeugen sind flugfähig.

„Wir sehen die Industrie nach wie vor in der Pflicht, die geforderten Leistungen so schnell wie möglich zu erbringen“, sagte der parlamentarische Staatssekretär Peter Tauber auf die Anfrage von Matthias Hoehn, Mitglied des Parlaments von Die Linke.

Die Einsatzbereitschaft der neuen militärischen Ausrüstung liegt deutlich unter dem Durchschnitt aller 53 Hauptwaffensysteme, die der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Die jüngste interne Untersuchung vom Februar 2018 zeigt, dass über die Hälfte dieser älteren Waffensysteme einsatzbereit sind. Ziel der Bundeswehr ist es, 70 Prozent ihrer Waffensysteme einsatzbereit zu halten.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigte kurz nach ihrem Amtsantritt eine große Reform der Bundeswehr an und will die Einsatzbereitschaft der Bundeswehrausrüstung deutlich verbessern. Von der Leyen werde ihren eigenen Erwartungen nicht gerecht, so das Mitglied der linken Partei Hoehn. „Es ist ein Skandal, wenn Frau von der Leyen diesen Milliarden-Dollar-Mist von der Rüstungsindustrie auf Kosten des Steuerzahlers zulässt.“

Von der Leyen besuchte am Mittwoch ein deutsches Feldlager in der Nähe des Flughafens Oslo-Gardermoen, das Teil des multinationalen NATO-Manövers „Trident Juncture“ ist, das derzeit in Norwegen stattfindet. Während der NATO-Operation setzt Deutschland mit rund 8.000 Soldaten das zweitgrößte Truppenkontingent nach den Vereinigten Staaten ein. Darüber hinaus nehmen fast 100 Panzer und mehrere Schiffe der deutschen Marine am Manöver „Trident Juncture“ im skandinavischen Land teil.

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tekk.tv

Lange Zeit war Paul Florian in der TV-Branche tätig. Schon immer gab es eine Schublade voller Handys (und später Smartphones) in seiner Wohnung. Als Online-Redakteur hat der Nerd in ihm diese Schublade nun für Tekk geöffnet.

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