Neil Armstrongs Nachlass bringt Millionenerlös

Er war der erste Mensch auf dem Mond – und ein leidenschaftlicher Sammler. Nun wurden etwa zweitausend Stücke aus dem Nachlass von Neil Armstrong versteigert, darunter sogar einer seiner Raumanzüge.

Der erste Mann auf dem Mond galt als ruhiger, zurückhaltender Mensch. Über Neil Armstrong war aber auch bekannt, dass er eine große Sammelleidenschaft pflegte und nahezu alles aufhob, was mit Raumfahrt und Fliegerei zu tun hatte.

Sechs Jahre nach seinem Tod im August 2012 entschieden sich seine Söhne nun, mehr als 2000 private Erinnerungsstücke ihres Vaters zu versteigern. Dabei kam insgesamt ein Erlös von 7,45 Millionen Dollar (6,56 Millionen Euro) zusammen. Das teilte das Auktionshaus Heritage Auctions in Dallas (US-Bundesstaat Texas) mit. Den höchsten Erlös mit fast 470.000 Dollar erzielte dabei eine Identifikationsplakette, die Armstrong in der Mondlandefähre „Eagle“ bei sich hatte.

Armstrong war Kommandant der Raumfahrtmission Apollo 11. Mit ihm flogen die Astronauten Buzz Aldrin und Michael Collins. Als erster Mensch betrat er am 21. Juli 1969 den Mond. Unvergessen sind Armstrongs Worte: „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen …ein…riesiger Sprung für die Menschheit.“

Unter den mehr als 2000 Stücken, die unter den Hammer kamen, waren unter anderem Briefe, Anstecknadeln und eine Fahne, die mit Armstrong ins All geflogen war. Ein Raumanzug, den er 1966 an Bord der Weltraummission Gemini 8 getragen hatte, brachte der Familie fast 110.000 Dollar.

„Es gibt Stücke, die einen zum Denken bringen, Stücke, die einen zum Lachen bringen, und Stücke, die einen dazu bringen, sich vor Staunen am Kopf zu kratzen“, sagte Armstrongs Sohn Mark.

Im Video: Versteigerung in Dallas

Bereits bei der Ankündigung der Versteigerung hatte Mark Armstrong gesagt, dass sein Vater nie erklärt habe, was mit seinem Nachlass passieren soll: „Ich glaube, er hat sich darüber nicht viele Gedanken gemacht. Aber er hat die Sachen behalten, sie haben ihm also offensichtlich etwas bedeutet.“ Weil einige Objekte restauriert werden mussten, entschied sich die Familie für die Versteigerung.

Armstrongs Erben hatte bereits zuvor historische Objekte des Vaters dem Raumfahrtmuseum (National Air and Space Museum) in Washington überlassen. Zwei weitere Auktionen mit restlichen Stücken aus dem Nachlass sind im kommenden Jahr geplant.

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