Liverpool verzichtet in Belgrad auf Shaqiri

Es sei keine politische Botschaft, trotzdem nimmt der FC Liverpool Xherdan Shaqiri nicht mit nach Belgrad. Der Schweizer hatte bei der WM serbische Fans provoziert und könnte nun angefeindet werden.

Der FC Liverpool kann mit einem Sieg bei Roter Stern Belgrad einen wichtigen Schritt Richtung Champions-League-Achtelfinale machen. Beim Spiel am Dienstag (18.55 Liveticker SPIEGEL ONLINE) wird der Klub von Trainer Jürgen Klopp auf einen Einsatz von Xherdan Shaqiri verzichten. Liverpool befürchtet laut Klopp Anfeindungen der Belgrad-Fans gegen Shaqiri. Der Schweizer, der kosovo-albanische Eltern hat, hatte bei der WM 2018 in Russland serbische Fans mit einer Jubelgeste provoziert. Serbien erkennt die Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz Kosovo nicht an.

„Wir haben Spekulationen und Gerede darüber gehört und gelesen, wie Shaq empfangen werden würde“, sagte Klopp. „Wir haben zwar keine Ahnung, was passieren würde, aber wir wollen dort hinfahren und uns zu 100 Prozent auf Fußball konzentrieren und nicht um andere Dinge Gedanken machen müssen, das ist alles.“ Die Reds führen die Gruppe C mit sechs Punkten vor Neapel (5) und Paris Saint-Germain (4) an. Shaqiri gehört in Liverpool nicht zum Stammpersonal, bei zehn Einsätzen absolvierte er erst ein Spiel über die volle Distanz.

Beim 2:1-Sieg der Schweiz gegen Serbien während der WM hatte der frühere Bayern-Profi nach Pfiffen der serbischen Fans gegen sich, Granit Xhaka, Valon Behrami und Blerim Dzemaili bei seinem Torjubel die Geste des Doppeladlers gezeigt, der die albanische Flagge symbolisiert – was aufgrund der Nähe Albaniens zum Kosovo als Provokation aufgefasst wurde. Shaqiri wurde wie Mannschaftskollege Xhaka vom Fußball-Weltverband mit einer geringen Geldstrafe belegt.

Klopp betonte, Liverpool habe keinerlei politische Botschaft. Man wolle „alle Ablenkungen vermeiden“ in dem Wettbewerb, „der für den Fußball und nur für den Fußball wichtig ist“.

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