Jinsha-Fluss nach erneutem Erdrutsch im Grenzgebiet Sichuan-Tibet wieder blockiert

LHASA/CHENGDU, 4. November — Ein Sperrensee hat sich gebildet, nachdem ein weiterer großer Erdrutsch die Gemeinde Bolo in der südwestchinesischen autonomen Region Tibet am Samstag getroffen hat, sagten die lokalen Behörden am Sonntag.

Der zweite Erdrutsch ereignete sich gegen 17.00 Uhr am Samstag und blockierte einen Abschnitt des Jinsha-Flusses, der sich im Grenzgebiet zwischen der Provinz Sichuan und Tibet befindet.

Der erste Erdrutsch führte am 11. Oktober zur Bildung eines Stausees und zu steigenden Wasserständen. Am 14. Oktober normalisierten sich die Wasserstände wieder, ohne dass Verluste gemeldet wurden.

Das Volumen des Erdrutsches wurde diesmal auf über drei Millionen Kubikmeter geschätzt.

Tibetische Behörden sagten, dass mehrere hydrometrische Stationen in der Stadt Qamdo beobachtet haben, dass der Wasserstand des Jinsha River nach dem Erdrutsch schnell angestiegen ist. Eine Station wurde bereits überflutet.

Um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten, wurde eine Notfallmaßnahme eingeleitet. Ein Mechanismus der koordinierten Rettung und des Informationsaustauschs wurde auch zwischen Tibet und Sichuan eingerichtet.

Tibetische Behörden sagten, dass die beiden Erdrutsche dazu geführt haben, dass etwa 100 Häuser einstürzen und mehr als 1.000 Häuser beschädigt wurden. Über 8.300 Einwohner wurden umgesiedelt, davon über 5.000 noch in temporären Umsiedlungsgebieten.

In Sichuan wurde am Samstagabend eine Notfallmaßnahme eingeleitet, bei der am Sonntag ab 7 Uhr morgens fast 6.000 Menschen, darunter Einheimische und Kraftwerksangehörige im Unterlauf des Jinsha River, evakuiert wurden.

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