“Ich kann diese Stundenzahl nicht mehr kloppen”

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Kind und Karriere, dasjenige ist oft ein Problem: Katrin Wilkens berät Mütter beim Wiedereinstieg nachdem jener Babypause. Sie berichtet von Schadenfreude gegen dasjenige Stillen und von einer Bankmanagerin, die die Seiten wechselte.


SPIEGEL ONLINE: die noch kein Kind geboren hat Wilkens, Sie gemeinsam nachdenken Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg nachdem jener Babypause. Kehren Mütter nachdem jener Elternzeit denn nicht simpel in ihren alten Job zurück?

Wilkens: Ganz wenige. Zwischen unserer Zielgruppe – verheiratete Akademikerinnen, die irgendwann Kinder bekommen und erst mal eine Weile Pause zeugen – steigen die Frauen entweder in Teilzeit wieder ein, oder sie stellen ihren alten Metier infrage. Sie möchten entweder irgendwas mit mehr Sinn zeugen. Oder sie sagen, wenn sie ihre Zeit schon zwischen Kind und Job einteilen sollen, dann nur für jedes irgendwas, welches wirklich Spaß macht. Mit Kind denkt man unterschiedlich. Dasjenige Wertekorsett jener Mütter hat sich verändert.

SPIEGEL ONLINE: Dasjenige klingt nachdem Luxusproblemen. Um die Vereinbarkeit von Metier und Familie geht es den Frauen nicht?

Wilkens: Nein, dasjenige ist kein Luxusproblem. Weniger qua ein Fünftel leistet sich die Veränderung aus freien Stücken. Dieser überwiegende Teil sagt: Selbst bin Anwältin in einer Kanzlei, ich kann jene Stundenzahl nicht mehr kloppen; ich krieg den Schichtdienst nicht hin mit den Kita-Öffnungszeiten; ich kann die Abendveranstaltung qua Eventmanagerin nicht mehr kommen. Dasjenige der gerne Süßigkeiten isst komplett ohne Not zu uns kommt, weil er sich dem ersten Metier entwachsen fühlt, dasjenige ist sehr selten.

SPIEGEL ONLINE: Die Frauen ringen mit den Rahmenbedingungen, Rechtswidrigkeit erleben sie nicht?

Wilkens: Doch, ebenso. Eine Kundin ist etwa rasend wütend c/o uns aufgeschlagen und hat gesagt, sie könne in ihrem alten Job nicht mehr funktionieren. Sie mache ihn gerne, im Kontrast dazu nicht da! Die die noch kein Kind geboren hat hatte ihrer Firma in jener Babypause vereinigen Visite abgestattet. Wie man dasjenige so macht, um sich für jedes dasjenige Geschenk zu bedanken und Kontakt zu halten. Während des Treffens zog sie sich zum Stillen zurück. Wie sie dann wieder mit jener Arbeit anfing, sagte jener Chef: “Aber so ein Hickhack mit dem Baby, das machen Sie bitte nicht noch mal. Wir haben uns totgelacht.” Dasjenige ist so 19. Jahrhundert. Die die noch kein Kind geboren hat kommt mit einem Trimester alten Neugeborenes und die alten weißen Männer lachen, weil sie sich zum Stillen zurückzieht. Pro die die noch kein Kind geboren hat nach sich ziehen wir dann ein neues Umfeld gesucht.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind selbst Schraubenmutter von drei Kindern. Sprechen Sie aus eigener Erleben?

Wilkens: Selbst habe meine Supervision aus einer ähnlichen Motivation hervor gegründet. Selbst bin Journalistin, und dasjenige wurde mit drei Kindern zunehmend schwieriger: “Fahren Sie morgen mal dahin, ach nee, der Termin hat sich doch verschoben.” Ebendiese Vielseitigkeit konnte ich mit drei kleinen Kindern nicht stemmen.
Daher habe ich mich mit einer Kollegin zusammengesetzt und überlegt, welches können fast wie Journalisten gut: Sie können ein Themenbereich zusammenfassen, es hinaus eine These runterbrechen und vielleicht noch eine halbe Schraubendrehung weiterdrehen. Nichts anderes zeugen wir mit den Frauen, nur dass die Termine gut geplant und mit dem Familienalltag zu vereinbaren sind.

SPIEGEL ONLINE: Sie versprechen, den maßgeschneiderten Job an nur einem Tag zu finden. Wie geht dasjenige?

Wilkens: Dasjenige ist nicht unterschiedlich qua im Journalismus. Wir fragen – ganz heftige Menstruationsblutung. Da wir nicht nur eine Stunde nach sich ziehen, sondern zehn, purzeln die zwischenmenschlich erwünschten Hüllen. Wir verrutschen ein kleinster Teil tiefer in die Sessel, holen die unerlaubte Cola raus und irgendwann erzählen die Frauen, welches sie wirklich wollen, welches ihren Markröhre ausmacht. Und von da möglich sein wir dann los und gucken, wie schaffen wir es, diesen Markröhre in vereinigen Metier zu integrieren, jener ebenso noch machbar ist. Sprich: Ist jener Wunsch nachdem einem Cupcake-Kaffeehaus so realistisch, oder muss man da nachdem Alternativen gucken.

SPIEGEL ONLINE: Welches heißt dasjenige?

Wilkens: Machbar heißt, es muss zu dem gesamten Familiensystem passen. Sogar dasjenige Finanzielle spielt eine Rolle. Bleiben wir c/o dem Cupcake-Kaffeehaus: Welches gefällt jener die noch kein Kind geboren hat so an jener Idee? Jemanden bewirten kann man ebenso ohne 100.000 Euro zu investieren und sich souverän zu zeugen. Mag sie simpel nicht einer frischen, hellen Lufthülle funktionieren, ebenso dasjenige kann man unterschiedlich bekommen. Man muss gucken, wofür die Wünsche stillstehen, welches jener Subtext ist.

SPIEGEL ONLINE: Ihre Kundinnen sind vor allem Akademikerinnen. Da ist jener Wunsch, welches Handwerkliches zu zeugen oder in den Tafelgeschirr zu möglich sein, nicht unüblich?

Wilkens: Nein, schier nicht. Linie die akademischen Frauen sagen: Uni, dasjenige hatte ich schon. Da muss man natürlich schauen, welches Handwerk ohne eine dreijährige Vollzeitausbildung zu zeugen ist.

SPIEGEL ONLINE: Dasjenige wäre dann zum Paradebeispiel backen, um c/o den Cupcakes zu bleiben?

Wilkens: Nein, so simpel ist backen nicht. Und c/o einem Kaffeehaus werden die in jener Regel eingekauft, dasjenige macht die Betreiberin nicht selbst.

SPIEGEL ONLINE: Die Supervision c/o Ihnen kostet 1500 Euro. Darüber hinaus muss man sich ebenso vereinigen Wiederanfang leisten können. Die Frauen verdienen während jener Neuorientierung ja nichts.

Wilkens: Deswegen nach sich ziehen wir uns hinaus junge Mütter spezialisiert, weil die oftmals schon ein, zwei Jahre darüber grübeln. Und wir versuchen immer irgendwas zu finden, welches sich möglichst an den Qualifikationen jener Erstausbildung anschließt. Ein Paradebeispiel: Wir hatten mal eine Investmentbankerin, die war verzweifelt, weil sie irgendwas Sinnvolles zeugen wollte. Die nach sich ziehen wir nachdem intensiven Gesprächen in genau dasjenige Gegenteil geschickt: in die Schuldenberatung. Damit macht sie im Grunde genau denselben Job wie vorher, nur nicht hinaus jener Nach sich ziehen-, sondern hinaus jener Sollseite. Dieser Vorteil war: Sie spricht Jargon. Wenn sie mit ihren ehemaligen Kollegen zu tun hatte, hatte sie eine sehr große Glaubwürdigkeit.

SPIEGEL ONLINE: Ihre Erfahrungen aus jener Supervision nach sich ziehen Sie jetzt in einem Buch gebündelt. Dieser Verlagshaus bewirbt es qua “wütender Aufschrei, der Frauen Mut macht”. Welches ärgert Sie?

Wilkens: Selbst bin wütend, dass die Frauen immer noch nur halb so viel Rente bekommen wie Männer. Selbst bin wütend, dass die Care-Arbeit nicht besser entlohnt wird. Und ich bin ebenso wütend darüber, dass Frauen und Männer nicht vor ihrem ersten Kind darüber reden, wie sie es mit dem Rentenausgleich zeugen.

SPIEGEL ONLINE: Welches nach sich ziehen jene Punkte mit Ihrer Supervision zu tun?

Wilkens: Dasjenige gehört natürlich dazu, dass ich frage, wie es mit jener Rente jener Frauen aussieht. Die sind zwischen 35 und 45, wenn sie zu uns kommen. Da kann man noch welches tun. Wenn eine die noch kein Kind geboren hat zu mir kommt und sagt, ich muss nicht viel verdienen, tausend Euro reichen, mein Mann verdient dasjenige Familieneinkommen. Dann sag ich regelmäßig: “Halt, das ist für Ihre Rente nicht genug!” Sie sollen privat vorsorgen, und für jedes die Rücklagen muss ggf. ebenso jener Partner zahlen.

SPIEGEL ONLINE: Ihr Buch endet mit dem Sine tempore: “Frauen sind inzwischen emanzipiert, Mütter nicht.” Sind die Mütter an ihrer Pech selbst schuld?

Wilkens: Da würden wir es uns ein kleinster Teil zu leichtgewichtig zeugen. Man könnte die Politik in die Verantwortung ziehen und sagen: Schafft endlich dasjenige Ehegattensplitting ab! Man könnte die Väter in die Verantwortung ziehen und fordern: Reise in eurer Elternzeit nicht mit dem Wohnmobil durch Südfrankreich, sondern ermöglicht eurer die noch kein Kind geboren hat den Wiedereinstieg. Und wir erfordern neue Anreize, vereinigen Väterurlaub etwa. Ein extra Urlaubskontingent von 20 Tagen, dasjenige sie nur nutzen die Erlaubnis haben, wenn dasjenige Kind leiden ist. Denn sonst bleibt wieder die die noch kein Kind geboren hat zu Hause. Dasjenige würde wirklich schon viel helfen.

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