Hunderte von Neonazis sind in Deutschland frei als Unterstützung für rechtsextreme Entwicklungen.

Rund 470 Rechtsextreme, von denen einige als Neonazis gelten, ziehen durch Deutschland, um sich vor der Verhaftung zu retten, so die lokalen Medien.

Am Dienstag berichtete eine Zeitung aus der nordwestdeutschen Stadt Osnabrück, dass sich die Zahl der von der deutschen Polizei gesuchten Neonazis seit 2014 verdoppelt hat. Ein Viertel von ihnen wurde wegen Gewalttaten gesucht. Trotz Haftbefehlen haben es die Extremisten geschafft, eine Gefangennahme zu vermeiden, so das Blatt.

Im September erschütterten massive rechtsextreme Kundgebungen die Stadt Chemnitz in Ostdeutschland, und einige Demonstranten trugen Zeichen und Symbole der Nazis. Mindestens ein Mann wurde wegen eines Nazi-Grußes verhaftet. Ihm wurde eine Geldstrafe von rund 2.300 Dollar und eine achtmonatige Freiheitsstrafe auferlegt.

Die deutsche Polizei hat am Samstag ein Konzert in der ostsächsischen Stadt Ostritz abgesagt, nachdem die Zuschauer begannen, Nazi-Slogans zu singen.

„Zwei rechtsextreme Bands spielten vor mehreren hundert Teilnehmern“, sagte die Polizei in Sachsen in einer Erklärung. „Gegen 23.20 Uhr hörten die Polizisten, die die Veranstaltung bewachten, Sieg Heil“-Rufe. Mehrere Einheimische haben es auch der Polizei gemeldet.“ Deutsche Medien berichteten, dass es in der ersten Jahreshälfte 2018 rund 131 neonazistische Konzerte im ganzen Land gab und dass rund 13.000 Menschen diese Veranstaltungen besucht hatten.

Deutschland wurde dafür gelobt, dass es sich mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit auseinandergesetzt, die Opfer des Regimes geehrt und jede Nazi-Symbolik verboten hat. Das Land hat auch Programme zur Sensibilisierung für Völkermord in Ländern auf der ganzen Welt finanziert.

Dennoch hat Deutschland einen großen Aufschwung bei der Unterstützung der extremen Rechten erlebt, seit Bundeskanzlerin Angela Merkel etwa eine Million Flüchtlinge vor Konflikten und Armut im Nahen Osten und Nordafrika aufgenommen hat. Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AFD) hat nun bundesweit Vertreter in den lokalen Regierungen. Angriffe auf Migranten oder Personen, die ausländisch erscheinen, sind häufiger geworden.

Merkel, die verriet, dass sie 2021 nicht mehr zur Wiederwahl antreten würde, verurteilte die Gewalt. Im September, als die Demonstrationen in Chemnitz gewalttätig wurden, sagte Merkel dem Parlament, dass es „keine Entschuldigung und keinen Grund gibt, Menschen mit Gewalt und nationalsozialistischen Slogans zu jagen und Menschen, die anders aussehen, die ein jüdisches Restaurant haben, für Angriffe auf Polizisten feindselig gegenüberzustehen“.

In Ostritz, wo das neonazistische Konzert an diesem Wochenende abgesagt wurde, stimmten bei den Bundestagswahlen im vergangenen Jahr rund 30 Prozent der Bevölkerung für die AFD. Ende November berichtete die BBC jedoch, dass viele junge Menschen in die Stadt zurückkehren, um einen Widerstand gegen die Neonazis zu bilden.

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