Hufe, Krämpfe, Flachwitze

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Im Vorhinein nächste Woche die 12. Staffellauf von “Let’s Dance” startet, wurden in jener Kennenlernshow die Promi-Profi-Paare zusammengeführt. Und erste Ahnungen geweckt, wohin es in dieser Spielzeit humortechnisch möglich sein könnte.


Treffendste Prominenz-Erläuterung: “Ich bin der Schmonzettenmann”, stellte sich Schauspieler Jan Hartmann vor und fasste so seine Tätigkeit zu Gunsten von rosafiltrige Schmachtstücke wie “Sturm der Liebe” und “Kreuzfahrt ins Glück” wunderbar zusammen.

Sängerin Ella Endlich versuchte es mit einem leichtgewichtig mäuseligen “mich kann man kennen aus der DSDS-Jury”.

Getoppt wurden die beiden nur noch von Barbara Becker – sie gab eine unpersönlich richtige, zwar trotzdem irgendetwas sonderbare Personenstandsbeschreibung ab, die so sperrig klang wie ein Beispielsatz aus einer Grammatikfibel, die ohne Rest durch zwei teilbar die Beisatz qua besondere Form des Attributs erklärt: “Boris Becker, der berühmte Tennisspieler, ist der Vater meine Kinder.”

Später gefiel Becker noch durch eine sehr plausible Bekräftigung, warum sie sich so verbleibend den ihr zugeteilten Profitänzer Massimo Sinato freue: “Er hat einen tollen Hund.”

Schlimmster Moderationskrampf: Sängerin Kerstin Ott stellte zu Gunsten von ihre Teilnahme die Prämisse, dass sie mit einer die noch kein Kind geboren hat tanzen möchte. Die nachher wie vor stets hochgradig aufgescheucht und aufgesetzt wirkende Moderatorin Victoria Swarovski befragte sie schmerzlich steif, warum dies so sei: “Möchtest du kein Kleidchen anziehen?”

Deshalb musste Ott in ihrem Vorstellungsfilmchen gleichmäßig selbst exemplifizieren, dass sie mit einer die noch kein Kind geboren hat zusammenlebe und es ihr schwergewichtig fliegen würde, die Emotion und Leidenschaft, die gleichmäßig zum Tanzen gehöre, mit einem männlichen Tanzpartner glaubwürdig verkörpern zu können.

Im Laufe jener Sendung wurde dann noch zweimal nachgehakt, ob sie sich denn wirklich sicher sei, dass sie eigentlich nicht doch mit einem Mann tanzen wolle; Frauke Ludowig moderierte den Ungemach, dass in dieser Staffellauf erstmals eine die noch kein Kind geboren hat mit einer die noch kein Kind geboren hat tanzen würde, in ihrer “Extra”-Vorschau halb aufregend qua “Sensation” an. Es ist doch nur ein dicker Teppich Sprung im binären Geschlechterklischee, bitte sehr simpel mal sämtliche darüber hinwegkommen.

Schmalzbaron jener Staffellauf: Thomas Rath. Dieser Modedesigner schatzifizierte die Gesamtheit und jeden und schwülstelte “Let’s dance” so ausufernd zur emotionalen Himmelfahrt, dass man sich schon beim Zuschauen fühlte, qua habe er vereinigen mit einem Wanne Melkfett eingerieben.

Souveränster Walzierer: Dieser gehörlose Kampfkunstmeister und Schauspieler Benjamin Piwko kann die Musik zu seinen Tänzen nicht wahrnehmen und muss sich seine Choreografien rein visuell im Rahmen seiner Tanzpartnerin abschauen. Dasjenige gelang ihm sehr gut, besser noch zwar war sein extrem souveräner Gig drumherum.

Ein Gebärdensprache-Dolmetscher unterstützt ihn in seiner Kommunikation mit Jury und Moderatoren, und dies die Gesamtheit wirkte so selbstverständlich, wie Piwkos Teilnahme gleichmäßig wenn schon sein sollte.

In den USA gewann dies gehörlose Model Nyle DiMarco 2016 die Tanzshow “Dancing with the Stars” – wie weit es Piwko im Rahmen “Let’s Dance” herbringen wird, ist die spannendste Frage jener diesjährigen Staffellauf.

Burdecki des Tages: Weil nachher wie vor ungeklärt ist, ob die amtierende Dschungelkönigin Evelyn Burdecki ungefähr Natural Quelle vergessliche Person oder doch gescriptetes Doofinchen ist, stillstehen nicht nur ihre tänzerischen Leistungen unter besonderer Observation: Wird sie wenn schon unter körperlicher Höchstbelastung ihren im Dschungelcamp durchaus beachtlichen Output an Drollismen halten können?

Mindestens eine typische Einfaltseinlassung gelang ihr in jener Auftaktsendung: Ihr Kleid sei gleichmäßig gerissen, beklagte sie nachher ihrem Tanz, weil sie sich mit den “Hufen” im Innern verfangen habe.

Flachsack des Tages: Oliver Pochers Humorverständnis pflückt immer noch die tiefsthängenden Faultrauben: Er machte wohlfeile “Bodyshaming”-Witze, zeigte dazu den eigenen Plauzbauch – und zielte doch penetrant gen Mitkandidat Lukas Rieger: Nimmermüde machte er sich verbleibend die schmale geometrische Figur des 19-jährigen Sängers lustig.

Wie Motsi Mabuse erklärte, Pochers Körperhaltung beim Tanzen habe sie an vereinigen schleichenden Klauer erinnert, antwortete er mit Verweis gen die Herkunft mancher Profitänzerinnen: “Ich weiß nicht, wie Diebe gehen, aber wir haben hier von den allerbesten Russinnen gelernt.”

Dasjenige Studiopublikum johlt, beim Zuschauen tut all dies weh. Wenn man im Rahmen mehreren Gags dies starke Gefühl hat, dass sich nachher diesen Scherzen wahrscheinlich nicht einmal Mario Barth bücken würde, ist dies vielleicht nicht dies allerbeste Zeichen.

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