Große Mehrheit der Deutschen will, dass die CDU den von Merkel eingeschlagenen Kurs beibehält.

BERLIN, 5. November – Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich, dass die CDU den unter ihrer scheidenden Vorsitzenden Angela Merkel eingeschlagenen Kurs des Zentrums beibehält, wie eine am Montag von RTL und NTV veröffentlichte Umfrage ergab.

Laut einer von RTL und NTV im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts Forsa durchgeführten regelmäßigen Umfrage lehnen 63 Prozent der Deutschen Forderungen der CDU-Spitzenkandidaten Friedrich Merz und Jens Spahn ab, dass die Partei ihre konservativen Werte stärker betonen soll. Eine breite Mehrheit der Befragten sprach sich dagegen dafür aus, dass die CDU den zentristischen Weg von Merkel fortsetzt, darunter 65 Prozent der CDU-Wähler und 60 Prozent der CSU-Wähler.

Nach einem enttäuschenden Ergebnis für die CDU bei den hessischen Landtagswahlen kündigte Bundeskanzlerin Merkel an, dass sie im Dezember von ihrem seit 18 Jahren bestehenden Amt als Parteivorsitzende zurücktreten werde.

Bisher sind der BlackRock-Vorsitzende Merz, der amtierende Gesundheitsminister Spahn und CDU-Generalsekretärin sowie die enge Verbündete Merkel Annegret Kramp-Karrenbauer offiziell in das Rennen um ihre Nachfolge eingetreten.

Forsa-Chef Manfred Guellner kommentierte die jüngsten Umfrageergebnisse am Montag und argumentierte, dass die jüngsten Wahlergebnisse zeigten, „wie falsch eine Orientierung an der Vergangenheit für die CDU wäre“. Guellner wies darauf hin, dass die Unterstützung der CDU-Wähler unter Merkels Vorgänger Helmut Kohl um ein Drittel zurückgegangen sei, aber „nur“ um 13 Prozent gefallen sei, seit sie sich in die politische Mitte begeben habe, die der 64-jährige erfahrene Parteivorsitzende instrumentiert habe.

Nachdem Merz bereits 2002 von Merkel aus seiner Rolle als CDU/CSU-Fraktionschefin herausgedrängt worden war, genießt er angeblich die Unterstützung des einflussreichen Bundestagspräsidenten und Ex-Finanzministers Wolfgang Schaeuble. Der 62-Jährige gilt in den heimischen Medien als Vertreter des wirtschaftlich libertären Flügels der CDU und hat sich öffentlich dafür eingesetzt, das Tempo der deutschen „Energiewende“-Reformen zur Förderung umweltfreundlicherer Formen der Energieerzeugung zu verlangsamen.

Trotz der Zustimmung Schaeubles kam die Trendbarometer-Umfrage jedoch zu dem Ergebnis, dass Merz in einem hypothetischen Zwei-Wege-Wettbewerb mit der SPD-Chefin Andrea Nahles um die Kanzlerschaft Deutschlands nicht mehr als 33 Prozent der Stimmen deutscher Frauen und Wähler im Alter von 18-29 Jahren gewinnen würde. Noch schwächer wurden die Aussichten von Merz bewertet, wenn er sich mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) messen müsste, der nur 26 Prozent der Befragten und 15 Prozent der Befragten im Alter von 18-29 Jahren hatte, die ihre Stimme für den Vorstand der Finanzindustrie abgeben würden.

Guellner betonte, dass Merz schon vor dem Übergang in die Privatwirtschaft als aktiver Politiker bei den Wählern nicht besonders beliebt sei. „Im Jahr 2000, im damaligen RTL/NTV-Trendbarometer, hielten nur 4 Prozent der Deutschen ihn für geeignet, die CDU-Führung zu übernehmen“, sagte der Forsa-Chef.

Teilen Ist Liebe! ❤❤❤ 22 shares ❤❤❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares