Einer der grten Leonhardiritte findet traditionell in Sarleinsbach statt

Einer der grten Leonhardiritte findet traditionell in Sarleinsbach statt

SARLEINSBACH. Am Sonntag nach Leonhardi treffen sich in Sarleinsbach mehr als 100 Reiter zur Segnung.


Nach zwei Schlechtwetterjahren hoffen die Organisatoren des Sarleinsbacher Leonhardirittes am Wochenende auf reiterfreundliches Wetter. Denn am 11. November setzen sich wieder mehr als 100 Reiter in Bewegung, um den Segen fr ihre Tiere zu erbitten. Damit ist Sarleinsbach einer der grten Brauchtumsritte berhaupt in sterreich. Seit 1685 kennt man in Sarleinsbach diesen Brauch. Seit 1937 findet er mit Ausnahme der Kriegsjahre jhrlich statt. „Einst waren die Bauern stolz, ihre Noriker oder Haflinger zu prsentieren. Das waren die Arbeitspferde, die im Mhlviertel weit verbreitet waren“, erklrt Franz Schwarzbauer vom Sarleinsbacher Reiterverein, der gemeinsam mit dem rtlichen Kameradschaftsbund den Ritt organisiert. Heute sind meist nur Vorreiter und Pfarrer auf diesen robusten Pferden zu sehen. „Ansonsten ist jede Rasse vertreten. Willkommen ist jeder Freund des Pferdes“, ldt Schwarzbauer ein.

Aufkranzen fr den Ritt

Dennoch wird die Tradition in Sarleinsbach hochgehalten. „Die Pferde der beiden Vorreiter und der Pfarrer werden besonders geschmckt. Die Familie Gahleitner mit einigen Helfern ist schon Tage vor dem Ritt mit dem Aufkranzen beschftigt“, erzhlt Schwarzbauer. Heuer werden wieder zwei geistliche Herren am Ritt teilnehmen – auf Norikern versteht sich. Diese werden ebenso aufgekranzt wie die Haflinger der Vorreiter. Diese Ehre teilt sich Adi Reiter mit Sohn Tobias. Angefhrt von den beiden wird sich auch am Sonntag um 9.30 Uhr die Reiterschar in Bewegung setzen und durch den Markt zur St.-Leonhard-Kapelle reiten. Auch die rtliche Musikkapelle marschiert durch die von Zuschauern gesumten Straen des Marktes. Dahinter klappern mehr als 100 Pferde ber das Stckelpflaster. ber die genaue Anzahl der teilnehmenden Reiter lsst sich im Anschluss an den Ritt beim Punsch trefflich diskutieren. „Wir sind immer einer der grten Ritte in ganz sterreich. Bei schnem Wetter kommen natrlich mehr Gastreiter, aber auch bei Schlechtwetter sind wir immer an die 100 Teilnehmer. Viele kommen auch gerne in Tracht oder Uniform“, ldt Schwarzbauer ein. Einen Hhepunkt erlebte der Ritt 1994, als 227 Reiter kamen. brigens ist es mglich, die Pferde schon am Vortag in Sarleinsbach einzustellen. Stellpltze stehen beim Baumeister Scharinger zur Verfgung. Die Tatsache, dass Frauen erst seit 1964 mitreiten drfen, machen diese in jngster Zeit durch eine rege Teilnahme am Ritt wett. Denn vor allem die Hobby- und Sportreiterei ist fest in Frauenhand.

Segnung in St. Leonhard

Der Ritt mit anschlieender Pferdesegnung fhrt durch den Ort bis zur Kapelle in St. Leonhard. In frheren Tagen fand die Segnung immer am 6. November, dem Tag des heiligen Leonhard, statt. In Sarleinsbach war das ein echter Feiertag, an dem sogar die Schler frei hatten. Aus praktischen Grnden verlegte man den Ritt dann aber auf das darauffolgende Wochenende.

Markttag an St. Leonhard

Seit Jahrzehnten gehrt auch der Leonhardi-Kirtag zum Ritt dazu. Der Marktplatz macht an diesem Tag seinem Namen alle Ehre. Hochwertiges Handwerk und regionale Kstlichkeiten werden ebenso feilgeboten wie klassischer Kirtags-Tand. Die Besucher werden nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch in den zahlreichen Wirtshusern bewirtet. Auch der Reitersaal hat an diesem Tag fr alle geffnet. Ein eigenes Kinderprogramm gibt es ebenso.

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