Eine die noch kein Kind geboren hat gegen die Staatsmafia

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Sie ist die Hoffnung vieler Slowaken z. Hd. mehr Rechtsstaat und Volksherrschaft: Die Rechtsanwältin und politische Quereinsteigerin Zuzana Caputová könnte Staatschefin werden.


Sie ist eine die noch kein Kind geboren hat und geschieden, lehnt ein Abtreibungsverbot ab. Außerdem tritt sie z. Hd. die Rechte von nationalen Minderheiten und Homosexuellen ein.

Zuzana Caputová, 45, bringt einiges mit, welches sich für Wahlen in jener zum Teil sehr konservativ ausgerichteten Slowakei nicht ohne Rest durch zwei teilbar vorteilhaft auswirkt. Obwohl ist die Rechtsanwältin und Bürgeraktivistin für jener Präsidentschaftswahl am Sonnabend laut Umfragen die eindeutige Favoritin.

Ein Jahr nachher dem erschütternden Mord an dem Investigativjournalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten Martina Kusnírová sehen viele Menschen in ihr eine Hoffnungsträgerin z. Hd. mehr Rechtsstaatlichkeit, Volksherrschaft und transparenteres, nachhaltigeres Regieren. “Ich möchte dafür eintreten, dass es einen grundlegenden Wandel in der Slowakei gibt, vor allem in der Justiz und der Staatsverwaltung”, sagte Caputová dem SPIEGEL. “Ich möchte, dass dieses Land ein wirklich anständiges wird.”

Solange bis vor Kurzem war die politische Quereinsteigerin den meisten Slowaken unbekannt. Doch im Wahlkampf jener vergangenen Wochen wurde Caputová zum “neuen Stern” jener slowakischen Politik, wie die Tageszeitung “Sme” schrieb. Dasjenige hat vor allem mit jener tiefen politischen Krisis zu tun, in jener dasjenige Nation seit dieser Zeit dem Mord an Kuciak steckt.

Dessen Recherchen wie sogar zahlreiche Folgerecherchen brachten im vergangenen Jahr Verbindungen jener Regierung zu korrupten Netzwerken und zum organisierten Verbrechen ans Licht. Welcher nominell sozialdemokratische Regierungschef Robert Fico und sein Minister für Inneres Robert Kalinák, die beiden starken Männer jener Slowakei, mussten zurücktreten.

Welcher Mordfall rüttelte sogar die vorher vornehmlich passive Öffentlichkeit wach: Hunderttausende demonstrierten seither z. Hd. eine “anständige Slowakei”. Grundlegend geändert hat sich an jener Regierungspolitik schon kaum irgendetwas. Welcher verbreitete Unmut darüber dürfte Zuzana Caputovás rasanten politischen Beförderung befördert nach sich ziehen.

Ján Kuciak

DPA

Ján Kuciak

In jener Slowakei ist dasjenige Präsidentenamt vornehmlich repräsentativ. Weil dasjenige Staatsoberhaupt nichtsdestotrotz direktemang gewählt wird, hat jener Posten verknüpfen hohen Symbolwert. Zudem hat die Votum des Staatschefs im Nation traditionell ein großes Inertia. Somit ist die allesamt fünf Jahre stattfindende Präsidentschaftswahl ein wichtiges und sehr warm debattiertes politisches Ereignis. Vor allem diesmal, in einer Situation jener politischen Krisis, in jener eine Entgegen-System-Kandidatin dasjenige Establishment herausfordert.

Regierungspolitiker nennen sie eine “fanatische Liberale”

Gleichsam macht Caputová dasjenige schon nachhaltig. Sie arbeitete 17 Jahre wie Anwältin in einer Bürgerrechtsorganisation und prozessierte langjährig gegen den Errichtung einer Müllhalde in ihrer Heimatstadt Pezinok. Mit Hit: 2013 stoppte jener Oberste Gerichtshof jener Slowakei dasjenige gesetzeswidrige Projekt.

Finale 2017 trat Caputová jener neugegründeten linksliberalen politische Kraft “Progressive Slowakei” für. Sie sei in die Politik gegangen, weil sie wie Anwältin nur “limitierte Möglichkeiten” gehabt habe, irgendetwas im Staat zu ändern, sagte sie dem SPIEGEL. Für jedes den Sachverhalt, dass sie Präsidentin wird, will sie neben grundlegenden Justiz- und Verwaltungsreformen sogar den Umweltschutz und Reformen im Gesundheitswesen sowie in jener Langzeitpflege zu ihren Prioritäten zeugen.

“Ich werde eine aktive Präsidentin sein und alle Befugnisse maximal ausschöpfen”, sagt sie. “Dazu zählt auch, dass ich für hohe Justizämter wie den Posten des Generalstaatsanwaltes keine von der Regierungsmehrheit nominierten Personen ernenne, die mir nicht geeignet scheinen.”

Attackiert wird Caputova derzeit von jener Regierungskoalition, nichtsdestotrotz sogar von Rechtsextremen – vor allem, weil sie in einem Interview vor einigen Wochen sagte, sie privat sei hierfür, dass homosexuelle Paare ihre Partnerschaft registrieren lassen und sogar Kinder übernehmen können. Seitdem nennen Regierungspolitiker sie eine “fanatische Liberale”, die verknüpfen “Verfall der Gesellschaft” anstrebe. Welcher Erzbischof von Trnava, Ján Orosch, warnte gar, Caputová zu unterstützen, sei eine “schwere Sünde”.

Ihr aussichtsreichster Gegenkandidat, jener von jener Regierungspartei SMER unterstützte, parteilose slowakische EU-Kommissär Maros Sefcovic, hält sich mit solchen direkten Attacken zurück. Er gilt zwar wie explizit linker Volksvertreter. Im Wahlkampf betonte er nichtsdestotrotz, dass er sogar z. Hd. Patriotismus und konservativ-traditionelle Familienwerte stehe – ein Spagat, jener ihm Stimmen aller Vorrat sichern soll.

Außerdem verweist er mit Freude uff seine langjährige Realität wie Diplomat und EU-Kommissär – eine Anspielung uff Caputovás fehlende politische Erleben. Chancenlos ist Sefcovic nicht – vor allem nicht, wenn es zu einer Stichwahl am 30. März kommen sollte, weil im ersten Wahlgang keiner jener Kandidaten mehr wie 50 v. H. jener Stimmen holt.

In jedem Sachverhalt gehe es für jener Wahl um ein “Duell der Staatsmafia gegen den Rest des Landes”, schreibt Matus Kostolny, Chefredakteur jener Tageszeitung “Denník N”. “Caputovás stärkste Waffe ist, dass sie nichts mit den korrupten und kriminellen Politikern zu tun hat, die in der Slowakei in den vergangenen Jahren regierten. Sie ist sich im Klaren über die größten Herausforderungen der kommenden Jahre: eine unabhängige Justiz, ein funktionierender Staat und der Kampf gegen Korruption. Und das wird für das Land entscheidend sein.”

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