Ein gartenzwergischer Straf-Orgasmus

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Die AfD hat ein Wunderwaffe gegen Wiederholungstaten: härtere Strafen. Und noch härtere Strafen. Und dann nochmal härtere Strafen, wenn welcher Täter zusammenführen schlechten Eigenart hat. Dass dies hilft, wusste man schon vor 70 Jahren.


Spalte

Führungsstil

Welcher Krauts Anwaltverein (DAV) hat kürzlich seinen Präsidenten verloren. Ulrich Schellenberg war in den Strahl veröffentlichter Kritik geraten, warf die Felsblock hin und schrieb, Ersteres sei sachwidrig und Letzteres unfreiwillig gewesen. Welcher DAV hat nicht so viele Mitglieder wie welcher Allgemeiner Deutscher Automobil Club, nichtsdestoweniger eine homolog ausgeprägte Zuversichtlichkeit, vom Schicksal dazu dezidiert zu sein, Gutes zu hervorbringen. Sehr wohl umziehen zwischen den etwa 60.000 Mitgliedern die Meinungen darüber, wie dies zu bewerkstelligen sei, entzwei. Ein nicht ganz unerheblicher Teil vertritt die Durchsicht, welcher Vorstand des DAV sei mit Grußworten, Festreden zur Geltung welcher Anwalts-GmbH sowie hohlwangigen Appellen an die Schöpfkelle welcher Gebührenordnungen hinreichend gesättigt und solle sich im Übrigen heraushalten. Andere sehen dies verschieden.

männlicher Mensch Schellenberg jedenfalls produzierte beim “Neujahrsempfang” 2019 zusammenführen so genannten “Eklat”, un… er – “in Anwesenheit der Bundesjustizministerin”, wie schaudernd berichtet wurde – den Bundestagsabgeordneten Brandner stellvertretend pro die Gruppe welcher AfD und welche pro ihren strafrechtspolitischen Geisterfahrerkurs kritisierte. männlicher Mensch Brandner bekleidet im deutschen Parlament dies Amtsstelle des Vorsitzender des Rechtsausschusses und ist stolz darauf, dass er uff beliebig kleine Klötze überdimensional grobe Keile zu setzen weiß. Er unterbrach qua Gast die Neujahrsansprache des DAV-Präsidenten mehrmals und verlangte, eine spontane Gegenrede halten zu die Erlaubnis haben, welches ihm vom Rhetoriker naturgemäß verwehrt wurde.

Ulrich Schellenberg

DPA

Ulrich Schellenberg

Man wird sagen können, dass die lautstarke Forderung eines Politikers, beim Jahresempfang eines Verbands spontan Redezeit zu erhalten, weil ihm die Kritik nicht gefällt, die vom Staatschef des Verbands an welcher Politik seiner politische Kraft gewappnet wird, ein durchaus ungewöhnliches und zuverlässig aussichtsloses Anstehen ist. Wer dies nicht glaubt, kann versuchen, entsprechende Forderungen zwischen AfD-Veranstaltungen nachher Reden von Brandner, Höcke oder Weidel zu erheben. Umgekehrt erschien die rechtspolitisch-kämpferische Passage, die Schellenberg in seine Referat einbaute, vielleicht Teilen des uff Häppchen-Gesäusel eingestellten Ansprachepublikums qua traumatisierendes Erlebnis. Dasjenige Applausverhalten welcher schon nachher kurzem Wirken demnächst wieder scheidenden Bundesministerin welcher Justiz wurde uff den reaktionsschnell gefertigten Handy-Videos nicht dokumentiert; nichtsdestoweniger vielleicht wird ja die AfD dazu eine Sondersitzung des Rechtsausschusses vorschlagen.

Wie sogar immer: Die Referat Schellenbergs brachte die “interne Kritik am Führungs-Stil” zum Kochen, die, wie man hört, wohl doch vielmehr eine Kritik am rechtspolitischen Inhalt war. Einer qua Vorzeige… geraunten Kündigung des Geschäftsführers folgten jedenfalls eine bemerkenswerte Vorstandssitzung, ein Rücktritt und diesem wiederum die üblichen Verehren- und Enttäuschungserklärungen. Dennoch keine Sorge, liebe Mitglieder und liebe Rechtssuchende: Dem Vernehmen nachher konnten innerhalb Stundenfrist zwei Kandidatinnen gewonnen werden, die bereit liegend stünden, pro 90.000 Euro p. a. die Belastung des Ehrenamts zu übernehmen. Es gilt nun, so sprach man, in die Zukunft zu blicken, sogar gendermäßig.

Welcher Grund hierfür, dass ich all dies erzähle, ist – zwischen aller Wertschätzung des freiberuflichen Mittelstands – doch weniger die Sorge um den Geisteszustand des DAV-Vorstands sowie die verwundete Seele des Abgeordneten Brandner. Vielmehr scheint mir doch vor allem welcher Inhalt welcher Schellenbergschen Attacke näherer Betrachtung wert. Selbst hatte den Eindruck, dass welcher Focus des deutschen Zeitungswesen-Interesses sich bemerkenswert zu Beginn und zielstrebig uff dies Trigger-Wording “Eklat”, “Rücktritt” und “Krise” einstellte, wohingegen dies, welches Schellenberg inhaltlich sagte, in welcher Berichterstattung mehr als dies Niveau eines “Eklat-Anlasses” nicht hinausgelangte – qua habe er dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses ein Lachsbrötchen mit Ei ans Jackett geschmiert und sich nicht entschuldigt. Tatsächlich ging es nichtsdestoweniger – unter anderem – um zusammenführen durchaus bemerkenswerten Gesetzentwurf welcher AfD. Zur Erläuterung muss ich klitzekleines bisschen ausholen.

Gewohnheitsverbrecher I

Durch dies Gewohnheitsverbrechergesetz vom 24.11.1933 wurde in dies Strafgesetzbuch § 20a eingefügt, dessen Passage 1 Sine tempore 1 lautete:

“Hat jemand, der schon zweimal rechtskräftig verurteilt worden ist, durch eine neue vorsätzliche Tat eine Freiheitsstrafe verwirkt und ergibt die Gesamtwürdigung der Taten, dass er ein gefährlicher Gewohnheitsverbrecher ist, so ist, soweit die neue Tat nicht mit schwererer Strafe bedroht ist, auf Zuchthaus bis zu fünf Jahren und, wenn die neue Tat auch ohne diese Strafschärfung ein Verbrechen wäre, auf Zuchthaus bis zu fünfzehn Jahren zu erkennen.”

Passage 2 lautete:

“Hat jemand mindestens drei vorsätzliche Taten begangen und ergibt die Gesamtwürdigung der Taten, dass er ein gefährlicher Gewohnheitsverbrecher ist, so kann das Gericht bei jeder abzuurteilenden Einzeltat die Strafe ebenso verschärfen, auch wenn die übrigen im Absatz 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind.”

Damit wurden mehrere Anstehen welcher NS-Strafrechtsfreunde verwirklicht: Zum ersten die Vorsorgemaßnahme des kriminalrechtlichen Interesses von welcher einzelnen Tat und die Zuneigung zum Täter qua Verkörperung von Eigenart-“Typen”. Nicht Strafe pro schuldhaftes Unrecht einer Tat sollte im Folgenden im Vordergrund stillstehen, sondern dies “Unschädlichmachen” von “schädlichen” Personen. Neben den wahrscheinlich “typischen” Mördern, Dieben oder Betrügern erfanden die Professoren des NS-Strafrechts den Tätertyp des “Gewohnheitsverbrechers”.

Damit war zum zweiten eine Ausrichtung uff eine so genannte “Lebensführungsschuld” verbunden: In welcher einzelnen Tat verwirklicht sich im Folgenden die Persönlichkeit, welcher “Charakter” eines Menschen; und die Rückfalltat ist vor allem Begriff von Unbelehrbarkeit, dissozialer Charakterschwäche und vorwerfbarer Gefährlichkeit. “Die Täterpersönlichkeit und ihre Gefährlichkeit sind es, die den Grund der Strafschärfung abgeben”, formulierte dies Reichsgericht schon 1934 (Reichsgericht in Strafsachen, Bd. 68, Sulfur. 385, 390).

Und zum dritten ermöglichte die Vorschrift die erwünschte unbegrenzte Unabhängigkeit welcher Richter zu moralisierender Eigenart-Priorisierung. Immer von oben nachher unten, natürlich: Die Straftaten derer, mit denen die Herren Landgerichtsdirektoren zu speisen pflegten, waren auf jeden Fall nur tragische Entgleisung, welcher Bettelbetrug hingegen und die Körperverletzung Begriff unbelehrbarer Verworfenheit.

In welcher Realität wurde die Verstärkung zu “Rasse”-politischen Zwecken eingesetzt (Verfolgung wahrscheinlich “typisch fremdrassischer” Kriminalitätsrate); im Übrigen traf sie nicht Täter selten gravierender Straftaten, sondern Bagatelltäter (kleine Diebstähle, Zechprellereien, einfache Körperverletzungen u.a.), die je nachher Sehnsucht zu “gefährlichen Gewohnheitsverbrechern” stilisiert und mit langjähriger Haft belegt wurden, welche eine soziale Integration erst recht zerstörte oder verhinderte.

Trotzdem blieb die Vorschrift nachher 1945 in Macht und wurde 1953 neu prominent gemacht. Erst 1969 wurde sie qua neuer § 17 Strafgesetzbuch umgestaltet und ab 1973 qua § 48 Strafgesetzbuch nummeriert. Passage 1 lautete nun:

“Begeht jemand, der schon mindestens zweimal … wegen eines Verbrechens oder vorsätzlichen Vergehens zu Strafe verurteilt worden ist und wegen einer oder mehrerer dieser Taten für die Zeit von mindestens drei Monaten Freiheitsstrafe verbüßt hat, eine mit Freiheitsstrafe bedrohte vorsätzliche Straftat, und ist ihm im Hinblick auf Art und Umstände der Straftat vorzuwerfen, dass er sich die früheren Verurteilungen nicht hat zur Warnung dienen lassen, so ist die Mindeststrafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten, wenn die Tat nicht ohnehin mit höherer Strafe bedroht ist. Das Höchstmaß der angedrohten Freiheitsstrafe bleibt unberührt.”

Die Vorschrift übernahm Ideologie und Anstehen des alten Gesetzes, setzte an die Stelle einer Erhöhung des Höchstmaßes welcher Strafe eine solche des Mindestmaßes und ersetzte die durch die NS-Ideologie desavouierte Terminologie vom “Gewohnheitsverbrecher” durch die neutraler wirkende Wortlaut vom “Sich zur Warnung dienen lassen”. Am Grunde blieb es beim Alten. Von dort bestanden sogar jeder negativen Nachgehen welcher Regulierung fort: Da schwere Straftaten schon “ohnehin mit schwererer Strafe bedroht” sind, trafen Wiedererkrankung-Schärfungen sozusagen nur Täter welcher kleinen und Bagatell-Kriminalitätsrate und Familie gesellschaftlicher Unterschichten. Sie führten, sozusagen qua “Self-fulfilling Prophecy”, zur Bekräftigung und Intensivierung von Vollzugs-Karrieren. Denn schon welcher dritte Ladendiebstahl oder Hausfriedensbruch führte zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung in einem gnadenlosen Vollzug ohne Resozialisierungskonzept. Die so genannte “Sozialtherapeutische Anstalt”, die 1969 eingeführt wurde und ohne Rest durch zwei teilbar pro dissoziale Wiederholungstäter gedacht war, wurde aus Kostengründen nie verwirklicht.

§ 48 Strafgesetzbuch wurde im Jahr 1986 ersatzlos aufgehoben. In welcher Bekräftigung hieß es: “Die Rückfallvorschrift hat sich in der Praxis nicht bewährt” (BT-Drucksache 10/2720). Welcher “gefährliche Hangtäter” (siehe RGSt Bd. 68, Sulfur. 149) lebt seither nur in den Voraussetzungen welcher Sicherungsverwahrung weiter, die eine Maßregel welcher ordnungsrechtlichen Prävention und keine Strafe ist.

Gewöhnungen II

Welcher Karren des strafrechtlichen und strafjustiziellen Denkens bewegt sich langsam. Dasjenige gilt nicht nur im Großen, sondern sogar uff welcher Stand welcher kleinen Münze. So geht es sogar mit den Begründungen welcher seit dieser Zeit 30 Jahren nicht mehr existenten Wiedererkrankung-Vorschrift. Den Sine tempore: “Strafschärfend war zu werten, dass der Angeklagte sich Vorverurteilungen nicht hat zur Warnung dienen lassen”, kann jeder Strafrichter rückwärts vorsagen, denn er hat ihn hunderte Male geschrieben. Eine ausufernde Einzelfalls-Rechtsprechung welcher Obergerichte befasst sich mit welcher Frage, zu welcher Zeit irgendwas “nicht zur Warnung” gedient habe und warum insofern die Strafe pro eine neue Tat erhoben werden darf/muss – und wenn ja, um wie viel. Man stützt dies heute uff die allgemeine Strafzumessungsvorschrift des § 46 Strafgesetzbuch, nachher dessen Abs. 2 unter anderem “das Vorleben des Täters” in die Strafhöhe Einfluss besitzen soll. “Zur Warnung” dient von dort schon heftige Menstruationsblutung nicht mehr nur eine frühere Strafverbüßung, und sogar eine frühere Verurteilung ist nicht erforderlich: Selbst Strafverfahren, die mangels hinreichenden Tatverdachts oder wegen weniger Schuld eingestellt werden, muss welcher Bevölkerung sich “zur Warnung dienen lassen”.

Damit wurde welcher wesentliche ideologische Stein welcher Wiedererkrankung-Vorschrift von 1933 erhalten und in die geschmeidigere Vorschrift des heutigen § 46 Strafgesetzbuch übernommen. Dasjenige Prinzip ist nichtsdestoweniger homolog: Die Strafschärfung ist eine “Ungehorsams-Strafe”. Zu welcher Schuld des Täters an welcher konkret abgeurteilten Tat wird qua Zuschlag eine Schuld pro schlechten Eigenart addiert.

Die unsinnige Terminologie von welcher “Warnung” suggeriert, jede Strafe sei nur die Signal oder Bedrohung von irgendwas “eigentlich” und später Drohendem. Dasjenige widerspricht dem Gedanken des Tatstrafrechts, kommt nichtsdestoweniger beim leidgeprüften Normalbürger gut an: Fürs erste Mal Ungehorsam kriegt dies Kind fünf Schläge, fürs zweite Mal zehn, fürs dritte Mal zwanzig: Die “Warnung” wird immer warnender. Wenn jeder Warnung nichts nützt, bleibt qua Drohung nur die endgültige Vernichtung.

Dasjenige ist schon im Prinzip nicht einleuchtend: Warum soll welcher Entwendung eines Fahrrads im Jahr 2019 “schlimmer” sein, weil welcher Täter im Jahr 2016 sogar schon einmal ein Fahrrad gestohlen hat – und hierfür schuldangemessen bestraft wurde? Jener langweilige Geschichte Entwendung ist ja abgegolten, und es ist von ihm keine Schuld übrig geblieben, die man welcher neuen Tat jetzt zuschlagen kann. Welcher Rest ist schlicht Nachtreten pro schlechten Eigenart.

Damit stimmen die zugrunde liegenden Annahmen bestenfalls in einem Teil welcher Fälle: Wiederholungstaten können Ergebnis dissozialer Verwahrlosung und Gleichgültigkeit sein. Sie sind nichtsdestoweniger ebenso oft Begriff von Gewöhnung, sinkender Hemmschwelle, unverschuldeter Unbeständigkeit. Sie können uff Entwicklungen beruhen, die ohne Rest durch zwei teilbar mit früheren Verurteilungen zusammenhängen (z.B. Verlust von Familie, Arbeit, sozialem Stopp). Wer siebenmal schwarzfährt oder viermal tankt, ohne zu zahlen, ist kein “gefährlicher Gewohnheitsverbrecher”, sondern notfalls ein armes Würstchen.

Sagen wir es volksnah: Ein Hundehalter, welcher seinen Hund in Folge dessen “erzieht”, dass er ihn zwischen jedem neuen Fehler ein kleinster Teil makellos anschreit oder noch klitzekleines bisschen härter schlägt, würde vom deutschen Tierfreund ganz gewiss nicht nur pro zusammenführen Tierquäler gehalten, sondern vor allem sogar pro zusammenführen ausgemachten Deppen. Und sogar dass Pferde durch immer härtere Strafen immer führiger werden, hat man selten gehört. Warum dies, welches zwischen Hunden und Pferden uff gar keinen Kern funktioniert, zwischen jungen Menschen eine super Idee sein sollte, ist schon im Technik unklar – von welcher jahrhundertelangen praktischen Erleben ganz zu stillschweigen.

Trotzdem gefällt welcher Gedanke, wie man weiß, notorisch immer wieder einer Vielzahl von Menschen, und zwar selten solchen, die von seiner Verwirklichung selten rigide getroffen würden. Sie Vertrauen schenken ernsthaft, welcher Teufel werde sein Treiben in welcher Welt verfertigen, wenn man ihm nur genügend grausame Höllenstrafen androht. Man kann sich darüber lustig zeugen, verfehlt damit freilich den Stein welcher Sache: Die härteste Strafe pro dies Stehlen von Wecken fordert auf jeden Fall derjenige, welcher nichts zu kauen hat.

Gewohnheitsverbrecher II

An dieser Stelle kommen wieder männlicher Mensch Brandner und seine Gruppe welcher Rechtsfreunde ins Spiel. Welcher 36-jährige Abgeordnete Tobias Peterka (Diplom-Rechtswissenschaftler und “Wirtschaftsjurist”) sowie die Bundestags-Gruppe welcher AfD nach sich ziehen nämlich den Gesetzentwurf “zur Strafschärfung bei Rückfall” eingebracht (Drucksache 19/6371). männlicher Mensch Peterka (seine uff welcher Bundestags-Webseite erwähnte “Dissertation” verläppert ebenda im Ungewissen) von welcher “Jungen Alternative” war 2009 pro zusammenführen “Krimipreis” nominiert, kennt sich damit im Strafrecht aus.

Stephan Brandner (AfD)

DPA

Stephan Brandner (AfD)

Welcher Layout schlägt vor, die Paragrafennummer 48 wiederzubeleben:

Abs. 1: Unter den Voraussetzungen des alten § 48 soll die Mindeststrafe uff “mindestens die Hälfte des gesetzlichen Strafrahmens” erhoben werden.

Abs. 2: “Ist die … Handlung ein Verbrechen, welches gegen dasselbe oder ein gleichartiges Rechtsgut gerichtet ist oder auf gleichartige verwerfliche Beweggründe oder den gleichen Charaktermangel zurückzuführen ist wie die … Vortaten, so ist die Mindeststrafe Freiheitsstrafe von fünf Jahren.”

Abs. 3: “Kommt im Falle des Abs. 2 eine besondere schädliche Neigung durch Handlungen zum Ausdruck, die auf die wiederholte Verletzung des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit, der persönlichen Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung gerichtet sind, so ist die Mindeststrafe Freiheitsstrafe von zehn Jahren.”

Man könnte zu bedenken spendieren: Könnten nicht am Finale sogar jede Menge junge Freunde welcher AfD in die Gefahr geraten, pro die dritte Beschädigung öffentlicher Gegenstände (§ 304 Strafgesetzbuch) mit Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr und sechs Monate oder pro die dritte gemeinschaftliche Körperverletzung ( § 224 Strafgesetzbuch) mit Mindest (!)-Strafen von fünf Jahren nachher Waldheim oder Werl geschickt zu werden? Fragen wir die Mütter welcher Rechtschaffenheit, die noch kein Kind geboren hat Weidel und die noch kein Kind geboren hat Storch: Muss ein besorgter Bevölkerung mit Deutschlandhut, welcher zum dritten Mal einem daherkommenden Asylbewerber zusammenführen Klaps gibt und dies Handy wegnimmt, wirklich zwingend mindestens (!) 10 Jahre nachher Bruchsal oder Straubing, um die Grundlagen des Anstands zu lernen?

Die rechtsgelehrten Entwurfsverfasser sehen dies offenbar so. Vielleicht denken sie nichtsdestoweniger sogar, dass welcher Unsinn sowieso nur verwirklicht werden könnte, wenn sie selbst die Potenz mehr als dies Recht hätten, und dass in diesem Kern sie selbst und ihre selbstgezeugten Richter verpflichten würden, welches Recht und welches Unrecht und wer ein “gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” ist. Selbige Hoffnung wird sich nichtsdestoweniger, da bin ich sicher, in welcher Lebenszeit welcher AfD nicht verwirklichen.

Gewöhnungen II

Wenn die AfD mit ihrem Layout Klopper hätte, marschierten demnächst Ihre Kinder, wenn sie dreimal kostenlos Suchtstoff an 17jährige Kumpels übergeben, pro – Minimum – fünf Jahre in die Gewohnheitsverbrecher-Abteilungen. Und wer qua 18-Jähriger zum dritten Mal Geschlechtsverkehr mit einer Person von 13 Jahren und 11 Monaten ausführte, führe mindestens (!) zehn Jahre ein. Dreimaliges Wegnehmen eines Fanschals würde zehn solange bis fünfzehn Jahre einfahren. Dann würde ein Ruck welcher Rechtschaffenheit durch Deutschland umziehen.

Wie sogar immer man sich Beispiele zur Computerprogramm welcher vorgeschlagenen Regulierung erfinden mag: Interessant sind jedenfalls die Gedanken welcher Entwurfsbegründung. Kleine Kostprobe:

“Wiederholt rückfällige Täter erschüttern dies Vertrauen welcher Bevölkerung in den Rechtsstaat (……) Dasjenige Misstrauen insbesondere im Unterschied zu welcher Verwaltung und Judikative wächst (……) Es gibt… eine bestimmte (?) Menschenschlag von Straftätern, die sich (……) unbelehrbar zeigen…. In ihrem Verhalten kommt eine derartige Einwand welcher verfassten Verhaltensnormen und dem (wirklich so!) Rechtsstaat qua Sinnganzem zum Begriff, uff welche (?) es durch harte Strafen zu Stellung nehmen gilt” (……)

(Es) sollen welche … Gewohnheitsverbrecher nicht nur zum Schutze welcher Bevölkerung aus dem Verkehrswesen gezogen werden. (Ihr) Verhalten gebietet nicht nur ein generalpräventiv erforderliches Wegsperren, sondern daneben eine (harte) Strafe um welcher Normbestätigung und des Vertrauens in den Rechtstaat und welcher Rechtsdurchsetzung willen.”

Lassen wir die deutsche Syntax einmal beiseite. Vernachlässigen wir sogar, dass es nicht wirklich überzeugt, dies Salzen von Dönerkebab zunächst wegen “Gebotenheit” und anschließend gleich nochmal wegen “Erforderlichkeit” durchzuführen. Im brodelnden Sprachbrei strebt dies “erforderliche Wegsperren” zusätzlich zur “harten Strafe” dem Nirvana des gartenzwergischen Straf-Orgasmus entgegen. Dasjenige ist doch schon insofern kritisch, weil die Verschmelzung von sexueller Exzitation und Gewaltfantasie ein Gefährlichkeits-Indikator ersten Ranges pro Hangtäterschaft ist. Wir wollen an dieser Stelle nichtsdestoweniger keinem Kumpel “verfasster Verhaltensnormen” psychoanalytisch zu nahe treten.

Die zitierte Passage besteht aus verdrehten Schlussfolgerungen, deren Tatsachengrundlage im Nebel bleibt. Selbst will nicht behaupten, dass sich Entwurfsbegründungen anderer Fraktionen stets schöner Vorlesung halten. Dennoch BT-Drs. 19/6371 setzt durchaus Highlights: “Mit der … der Schwere der Sanktionen nimmt die Rückfallrate nicht etwa ab, sondern drastisch zu”, heißt es im Layout. Qua Gegenmittel wird von dort empfohlen, die “Schwere der Sanktionen” drastisch zu steigern. Da hat nichtsdestoweniger der gerne Süßigkeiten isst scharf nachgedacht!

Die AfD hat die “Vermutung, dass die entsprechenden (?) Täter völlig (?) unbeeindruckt (?) von der Verurteilung ihre Täterkarrieren fortsetzen” (Sulfur. 2). Vermuten ist gut, Wissen ist besser, sagt die Kriminologie, die vor ungefähr 150 Jahren unwahr wurde und inzwischen ein paar leichtgewichtig verständliche Ergebnisse erzielt hat. Es ist ja durchaus rührend, wenn zum fünfzigsten Mal die Theorie vertreten wird, dass man die Zuckerkrankheit der bevorzugte Lösungsweg mit viel Salz bekämpfe. Dennoch irgendwo muss doch eine intellektuelle Grenze sein.

Dasjenige bringt uns zwanglos zurück zum Deutschen Schäferhund: Nachrangig im Hundewesen hat man die tierpsychologischen Erkenntnisse welcher letzten 100 Jahre wahrgenommen und sich von welcher solange bis vor 60 Jahren herrschenden Theorie abgewandt, einem reinrassigen deutscher Schäferhund sei nur mit härtester spezialpräventiver Strafe ein dauerhaftes Konfession zur verfassten Verhaltensnorm abzuringen. Von dort muss man an dieser Stelle einmal an dies gute Pumpe welcher Fraktionsvorsitzenden Weidel und Gauland sich wenden an: Sollte einem die Hinführung deutscher Kinder zur Verhaltensnorm nicht mindestens so viel züchterischen Sachverstand wert sein wie Hassos und Blondies Traum vom freiwilligen Pflichtgemäß?

Schluss, mit Stinkbombe

Welcher AfD-Gesetzentwurf hat null Option uff Klopper. Er ist hierfür sogar nicht geschrieben worden. Die Rechtsexperten aus welcher AfD-Gruppe tun, welches sie – soweit ersichtlich – der bevorzugte Lösungsweg können. Es geht ums “Framing”, und da sind die Mädels von welcher Schlachtfeld welcher verfassten Verhaltensnorm nicht schlecht. Oben stillstehen die Neujahrsgäste und denken wie immer, es gehe um sie. Tatsächlich geht es um die unten Stehenden: die Doofen, Armen, potenziell Gefährlichen, “Unbelehrbaren”. Oder sagen wir: Eigentlich um diejenigen, die pro zwölf Euro brutto die Stunde die Stehtische aufgebaut und die Canapees belegt nach sich ziehen. Zu Gunsten von diesen Preis bindet sich ein Vorstandmitglied des DAV noch nicht einmal zusammenführen Schuh zu. Zu allen Zeiten und überall hat es Menschen gegeben, die versprachen, die da unten zu sichern, wenn sie nur die noch weiter unten Stehenden genügend verachteten und verfolgten.

Welcher “Gewohnheitsverbrecher” qua Charaktertyp wurde von welcher AfD damit wieder uff dies blütenweiße Tischtuch welcher Häppchen-Tisch gehoben, 30 Jahre, nachdem man ihn in welcher Dunkelheit welcher Sicherungsverwahrung hatte verschwinden lassen. Dasjenige Anstehen trifft die Guten wieder einmal im ungeschützten Gültigkeitsbereich: Wer vor 15 Jahren dem Kanzler des “Wegsperren für immer” zujubelte, mag mit Herrn Brandner und sich selbst in ein psychodramatisches Wochenendseminar eintreten, uff gar keinen Kern nichtsdestoweniger vorgaukeln, er oder sie habe es seit alters besser gewusst. Es geht nicht um Magenverstimmung durch Lachshäppchen mit Meerrettich-Schaum, sondern um Menschenschicksale uff welcher untersten, brutalsten, unmittelbarsten Stand. Rechtspolitik ist Menschenpolitik. Peterka und Brandner sind, am Finale, vielleicht ohne Rest durch zwei teilbar insofern triumphierend, weil Schellenberg und Barley nicht die Macht nach sich ziehen möchten, triumphierend zu sein.

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