World Trade Center greift Ersthelfer mit erhöhtem Risiko für rheumatoide Arthritis an

Zu den Kosten der Tapferkeit gehören: Nierenschäden, posttraumatische Belastungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Krebs. Jetzt wird die Autoimmunerkrankung Rheumatoide Arthritis (RA) in die Liste der Erkrankungen aufgenommen, unter denen die Ersthelfer der Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center leiden. Eine in der Zeitschrift Arthritis & Rheumatology veröffentlichte Studie findet heraus, dass Menschen, die bei Rettungsaktionen geholfen haben, einem doppelt so hohen Risiko für RA ausgesetzt sind wie die breite Öffentlichkeit.

Die meisten Untersuchungen zu den physischen Auswirkungen der unmittelbaren und langfristigen Exposition gegenüber Ground Zero Trümmern haben die bekannten Schäden durch starkes Einatmen von Rauch und psychische Belastung bestätigt. Weniger bekannt sind jedoch die Autoimmun-Effekte, die in Zeiten starker Belastung auftreten. Unter der Leitung von Dr. Mayris P. Webber, Professor für klinische Epidemiologie und Populationsgesundheit am Albert Einstein College of Medicine, beschloss ein Team von Wissenschaftlern, es herauszufinden.

Sechzehntausend Menschen bildeten die Studie des Teams. Durch ihre Analyse der Besuche von Rheumatologen fanden sie heraus, dass RA die häufigste Autoimmunerkrankung bei Patienten war, in 37 Prozent der Fälle. Für jeden zusätzlichen Monat, den eine Person am Standort arbeitet, stieg das RA-Risiko um 13 Prozent.

Als Mittel zur Rehabilitierung und zum Schutz von Ersthelfern unterzeichnete Präsident Obama 2011 das James Zadroga 9/11 Health and Compensation Act of 2010. Es änderte das bestehende Gesetz über die öffentlichen Gesundheitsdienste, um das World Trade Center Health Program aufzunehmen, das nun medizinische Dienstleistungen und Beratung für Ersthelfer, Reinigungspersonal und Freiwillige anbietet, die nach den verschiedenen Anschlägen vom 11. September geholfen haben. Leider ist RA keine der Bedingungen, die durch das WTC Gesundheitsprogramm abgedeckt sind.

Die Lösung dieses Problems könnte sich als schwierig erweisen, da Menschen möglicherweise genetisch für RA prädisponiert sind. Dr. David Borenstein, klinischer Professor für Medizin am George Washington University Medical Center, sagte Healthline kürzlich, dass Autoimmunerkrankungen auftreten können, nachdem sie Zeit in gefährlichen Umgebungen verbracht haben. „Eine kurze Exposition war nicht genug“, sagte er über die Exposition der Ersthelfer gegenüber Ground Zero. Für Borenstein musste etwas anderes eine Rolle gespielt haben.

RA betrifft vor allem die Gelenke in Händen und Füßen der Betroffenen. Es entwickelt sich zu einer schmerzhaften Schwellung, die den Alltag nahezu unmöglich machen kann. In den USA leiden derzeit rund 1,3 Millionen Menschen an der Erkrankung, wobei Männer stärker betroffen sind, so das American College of Rheumatology.

Angesichts der neu entdeckten Prävalenz von RA empfehlen die Studienautoren, dass das WTC Health Program seine Überwachung „für Menschen mit längerer Exposition ausdehnt, da die Früherkennung eine frühzeitige Behandlung erleichtern kann, die nachweislich Organschäden minimiert und die Lebensqualität verbessert“.

Quelle: Webber M, Moir W, Zeig-Owens R, et al. Verschachtelte Fall-Kontroll-Studie über ausgewählte systemische Autoimmunerkrankungen bei World Trade Center Rescue/Recovery Workers. Arthritis & Rheumatologie. 2015.

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