Tollwut tötet 160 Menschen jeden Tag, sagt Bericht über die internationale Prävalenz

Für einen Großteil der Welt ist das einzige Wissen über Tollwut von Old Yeller und To Kill a Mockingbird. In den ärmeren Ländern ist die Krankheit jedoch nach wie vor eine ständige Gefahr. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass das Virus 160 Menschen pro Tag tötet – das sind 59.000 Todesfälle pro Jahr. Die Global Alliance for Rabies Control, die Organisation, die hinter der Studie steht, hofft, dass die Sensibilisierung für das Thema dazu beitragen wird, es besser zu kontrollieren.

Der Bericht, der jetzt in der Zeitschrift PLOS Neglected Tropical Diseases veröffentlicht wurde, ergab, dass der Verlust von Leben nicht die einzige Folge von Tollwut ist. Es ist auch eine wirtschaftliche Belastung, die einen jährlichen Verlust von rund 8,6 Milliarden Dollar verursacht. Dies ist vor allem auf vorzeitige Todesfälle zurückzuführen, aber es werden auch beträchtliche Summen für Humanimpfstoffe und Einkommensverluste für Opfer von Tierbissen ausgegeben.

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die nur bei Säugetieren auftritt. Es breitet sich durch Speichel aus, am häufigsten durch einen Biss eines infizierten Tieres. Im Lateinischen bedeutet das Wort „Tollwut“ Wahnsinn und Wut, und die schockierenden Symptome der Krankheit werden ihrem Namen gerecht. Die ersten Symptome können sehr schnell nach der Exposition auftreten und umfassen Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Mit fortschreitender Krankheit verschlimmern sich die Symptome. Verwirrung, Hyperaktivität und übermäßiger Speichelfluss werden bald folgen. Schluckschwierigkeiten sind auch ein Symptom des Virus, das eine Abneigung gegen Wasser hervorruft, weshalb die Krankheit auch als Hydrophobie bezeichnet wird. Der Tod kann innerhalb von Tagen nach Auftreten dieser Symptome auftreten.

Die Studie unter der Leitung von Dr. Katie Hampson von der University of Glasgow in Schottland ist die erste, die das globale Ausmaß der Tollwut bei Hunden und die Bemühungen um deren Kontrolle untersucht.

„Die Bandbreite der in dieser Studie verwendeten Daten, von Überwachungsberichten über epidemiologische Studiendaten bis hin zu globalen Verkaufszahlen von Impfstoffen, ist weitaus größer als je zuvor und ermöglicht diese detailliertere Ausgabe“, erklärte Hampson in einer Pressemitteilung.

Tollwut ist eine völlig vermeidbare Krankheit, wobei die Impfung mit Hundeschutz die wirksamste Methode der Prävention ist. Hampson und ihre Kollegen hoffen, dass ihre Daten genutzt werden können, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Haustierimpfung zu schärfen, was wiederum den Zugang zu solchen Medikamenten verbessern kann.

Länder in Subsahara-Afrika weisen einige der höchsten Sterberaten auf, aber Indien hat mit über 20.000 Todesfällen pro Jahr die höchste Zahl von Todesopfern in einem einzigen Land. Allerdings gibt es weltweit weiterhin Tollwutfälle. In Amerika gibt es durchschnittlich ein oder zwei Tollwut-Todesfälle pro Jahr, obwohl dies fast ausschließlich für Personen gilt, die nach der Exposition keine medizinische Hilfe aufsuchen.

Die Studienforscher glauben, dass kein Mensch jemals an Tollwut sterben sollte. Hoffentlich wird eine gemeinsame internationale Anstrengung dazu beitragen, dieses Ziel zu verwirklichen.

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