Stachelige Augenklappe, die wie ein Miniatur-Nagelbett aussieht, setzt Medikamente direkt in die Hornhaut frei.

Eine mit winzigen Nadeln bedeckte Augenklappe mag wie eine besonders grausame Form der Folter klingen, aber Wissenschaftler glauben, dass ihre Erfindung die Behandlung von Augenerkrankungen verändern könnte.

Das mit löslichen Mikronadeln bedeckte Pflaster dringt sanft in die Vorderseite des Auges ein, um allmählich Medikamente freizusetzen, die vom Glaukom bis zur Makuladegeneration alles lindern können.

Die Forscher glauben, dass die kontrollierte Wirkstofffreisetzung des Pflasters es effektiver macht als bestehende Augentropfen, Tabletten und schmerzhafte Injektionen.

Und obwohl es wie ein Miniatur-Nagelbett aussehen mag, bestehen die Wissenschaftler darauf, dass das Pflaster schmerzfrei und so einfach zu verwenden ist wie das Einsetzen von Kontaktlinsen.

In der Zeitschrift Nature Communication sagten Wissenschaftler der Nanyang Technological University, Singapur: „Das flexible Pflaster kann leicht durch sanftes und kurzes Daumenpressen auf die Augenoberfläche aufgetragen werden.

Was so einfach ist wie das Tragen einer Einweg-Kontaktlinse, ohne Unannehmlichkeiten zu verursachen oder hohe Anforderungen zu stellen“.

Sobald das Pflaster an seinem Platz ist, beginnt Flüssigkeit aus dem Auge in den Raum zwischen den Mikronadeln zu sickern. Dadurch wird das Material, das sie fixiert, abgetragen, was dazu führt, dass die Nadeln in die Hornhaut eindringen.

Die äußere Schicht, die diese Mikronadeln umgibt, beginnt sich dann aufzulösen und liefert dabei eine erste starke Dosis an Medikamenten.

In den nächsten Tagen, wenn sich die Mikronadeln weiter auflösen, werden mehr Medikamente freigesetzt.

Um ihre Wirksamkeit zu beweisen, testeten die Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Aung Than die Augenklappe an Mäusen, die an einer Hornhautneovaskularisation (CNV) litten.

CNV tritt auf, wenn infolge von Sauerstoffmangel neue Blutgefäße in die Hornhaut einwachsen und bei bis zu 20 Prozent der Betroffenen zu Sehstörungen führen. Jährlich sind rund 280.000 Menschen in Großbritannien und 1,4 Millionen in den USA davon betroffen.

Als den Nagetieren nur 1 Mikrogramm eines Anti-Blutgefäß-Medikaments über das Pflaster verabreicht wurde, heilten 90 Prozent der betroffenen Stellen.

Die Forscher sagen voraus, dass eine einzige Dosis von 20 mcg ausreichen würde, um CNV beim Menschen zu behandeln.

Als die Wissenschaftler auf Sicherheit bei den Tieren getestet wurden, fanden sie keine Anzeichen dafür, dass die Mäuse Schmerzen hatten, was ihrer Meinung nach darauf zurückzuführen ist, dass das Pflaster nicht die gesamte Hornhaut durchbohrt.

Alle Einfügemarkierungen, die nach einem Tag beseitigt wurden, was darauf hindeutet, dass diese durch den Körper des Tieres natürlich geheilt wurden, behaupteten die Wissenschaftler. Sie beobachteten auch keine Blutungen oder Entzündungen in den Augen der Nagetiere.

Nebenwirkungen sind beim Menschen nicht zu erwarten, da das Pflaster allmählich Medikamente freisetzt, was die Notwendigkeit einer großen, einmaligen Dosis von Medikamenten überflüssig macht.

Obwohl das Pflaster bisher nur bei CNV getestet wurde, glauben die Forscher, dass es auch andere Augenkrankheiten behandeln könnte.

Augenerkrankungen wie Glaukom, diabetische Retinopathie und Makuladegeneration nehmen weltweit zu, bedingt durch die alternde Bevölkerung, die steigende Diabetesrate und den hohen Einsatz von Kontaktlinsen.

Die Verabreichung von Medikamenten an das Auge war bisher aufgrund der hartnäckigen Blut-Retina-Barriere schwierig.

Die Forscher behaupten, dass das Pflaster für Patienten attraktiv ist, da es einfach zu handhaben, „minimal-invasiv“ und für die Verwendung zu Hause geeignet ist.

Wir glauben, dass dieser Ansatz ein Paradigmenwechsel für eine langfristige häusliche Behandlung und Behandlung verschiedener Augenkrankheiten sein könnte“, schrieben sie.

Die Einnahme von oralen Tabletten für Augenerkrankungen erfordert in der Regel eine hohe Dosis, was dann das Risiko von Nebenwirkungen erhöht.

Die Verabreichung von Medikamenten über Augentropfen ist oft wirkungslos, da weniger als fünf Prozent der Behandlung typischerweise absorbiert werden.

Und Injektionen direkt ins Auge sind meist schmerzhaft und bergen das Risiko von Infektionen, Blutungen und sogar bleibenden Schäden.

Die drei oben genannten Verabreichungsmethoden geben auch nur einen Ausbruch eines Medikaments, anstatt es langsam freizusetzen, was typischerweise bei chronischen Erkrankungen wie Glaukom erforderlich ist, behaupteten die Wissenschaftler.

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