Ist „Man-Flu“ eine echte Sache? Forschung schlägt evolutionäre Ursachen vor Viren beeinflussen Männer schlimmer als Frauen

Bevor du den Fall der Mann-Grippe deines Mannes abbürstest, solltest du vielleicht diesen Artikel lesen. Es gibt möglicherweise wissenschaftliche Belege für das Konzept der „Mann-Grippe“ oder für die Vorstellung, dass Männer schlechter krank sind als Frauen. Laut einer neuen Studie kann die Evolution Viren entwickelt haben, um Frauen leichter zu machen, so dass sie die Infektion über die Schwangerschaft an Kinder weitergeben würden.

Die Studie, die online in Nature Communications veröffentlicht wird, schlägt vor, dass es einen evolutionären Vorteil geben könnte, wenn Viren bei Frauen schonender sind als bei Männern, berichtete New Scientist. Bevor sich Viren verbreiten können, müssen sie Kopien von sich selbst erstellen, was wiederum eine Immunantwort des Körpers verursacht, die wir als Symptome einer Krankheit erleben. Viren hätten eine bessere Chance, zu überleben und an Babys weitergegeben zu werden, wenn eine Wirtin lange genug lebt, um die Keime zu verbreiten.

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Wir wissen bereits, dass bestimmte Viren bei Männern schlechtere Ergebnisse haben als bei Frauen. So berichtete New Scientist, dass das humane T-Zell-Lymphotropievirus Typ 1 (HTLV-1) bei japanischen Männern unerklärlicherweise viel häufiger zu Leukämie fortschreitet als bei japanischen Frauen. Das Phänomen ist sogar im Tierreich zu beobachten: Wenn Hühnerschwärme mit einem bestimmten Virus infiziert sind, entwickeln mehr Männer Tumore als Frauen.

Obwohl Viren in einigen Fällen Männer und Frauen unterschiedlich infizieren, und die Evolution hinter der Diskrepanz stehen kann, sind sich die Wissenschaftler immer noch nicht sicher, wie Viren zwischen den beiden Geschlechtern unterscheiden. Das Team arbeitet daran, es herauszufinden.

„Wir könnten versuchen, den Virus glauben zu lassen, dass er sich in einem weiblichen Körper und nicht in einem männlichen Körper befindet, und deshalb eine andere Vorgehensweise wählen“, sagte der Co-Autor der Studie Vincent Jansen von der Royal Holloway University of London gegenüber New Scientist.

Quelle: Ubeda F, Jansen VAA. Die Entwicklung der geschlechtsspezifischen Virulenz bei Infektionskrankheiten. Naturkommunikation. 2016

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