Der Metallring, der Männer davon abhalten kann, das Klo nachts zu benutzen. 

Ein winziger Metallring könnte eine radikal neue Behandlung für vergrößerte Prostata sein.

Der ClearRing wird chirurgisch unter Lokalanästhesie eingesetzt und entfernt das vergrößerte Prostatagewebe von den Wänden der Harnröhre – dem Schlauch, der den Urin aus der Blase aus dem Körper transportiert.

Dadurch wird der Druck auf die Wände der Harnröhre reduziert, so dass sie sich öffnet und Männern ermöglicht, auf die Toilette zu gehen – Schwierigkeiten beim Urinieren sind eines der ersten Symptome einer erweiterten Prostata.

Es wäre ein großer Durchbruch in der Behandlung der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH), von der 2,5 Millionen Männer in Großbritannien betroffen sind.

Die Prostata ist eine walnussförmige Drüse, die die Harnröhre umgibt und Komponenten des Samens produziert.

In verschiedenen Lebensabschnitten eines Mannes wächst sie – zuerst in der Pubertät und dann ab dem Alter von 25 Jahren, bis die Prostata in vielen Fällen auf die Harnröhre drückt. Das erste Anzeichen der Erkrankung ist in der Regel Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Schwierigkeiten beim Start, auch wenn die Blase voll ist.

Unbehandelt kann BPH Nierenschäden oder Blasensteine verursachen und die Lebensqualität ernsthaft beeinträchtigen. Die Behandlung erfolgt oft mit Medikamenten, kann aber auch Nebenwirkungen haben.

Rund 50.000 Männer pro Jahr werden am Ende operiert, um das Problem zu beheben, was jedoch ein Risiko von Impotenz und Harninkontinenz birgt, da die Operation auf Bereiche mit vielen Nerven abzielt, die diese Funktionen kontrollieren.

Der ClearRing soll das Problem mit geringen oder keinen Nebenwirkungen angehen. Zuerst führen die Ärzte unter örtlicher Betäubung einen Katheter – einen dünnen Kunststoffschlauch – durch die Harnröhre, bevor sie einen dünnen Draht durch diesen führen. Am Ende des Drahtes befinden sich eine Kamera und ein winziger, entleerter Ballon.

An der Außenseite des Ballons befindet sich der ClearRing, ein teilweise geöffneter C-förmiger Ring aus Nitinol, einem weichen Metall, das sich leicht aufweiten lässt. Ärzte blasen den Ballon auf, sobald er den verengten Teil der Harnröhre erreicht. Beim Aufblasen vergrößert er den Durchmesser der Harnröhre von einigen Millimetern auf deutlich über einen Zentimeter. Der Metallring dehnt sich um den gleichen Betrag aus.

Dann führt der Arzt einen kleinen, T-förmigen Stift entlang des Drahtes ein, der durch den Spalt im C-förmigen Ring passt. Der Stift wird verwendet, um eine Seite der Harnröhrenwand zu durchbohren und dringt etwa einen Millimeter tief in das Prostatagewebe ein.

Ein Ende des Rings wird dann durch das Loch geführt, bis der gesamte Ring in der Prostata, um die Harnröhre herum, vergraben ist. Diese hält die Prostata – weit weg von der Harnröhre – und lässt den Urin leicht aus der Blase fließen.

Je nach Ausmaß der Blockade können bis zu drei Ringe auf einmal implantiert werden und der Eingriff dauert zehn Minuten.

Eine Studie in der Zeitschrift European Urology Focus von Wissenschaftlern des Pauls Stradins Clinical University Hospital in Lettland und des Rambam Health Care Campus in Haifa, Israel, an der 29 Männer mit BPH beteiligt waren, die auf Arzneimittelbehandlungen nicht angesprochen hatten.

Ein Jahr nach ihren Eingriffen wurde die Schwere von Symptomen wie z.B. Reisen auf die Toilette um die Hälfte reduziert und die Lebensqualität um mehr als 50 Prozent verbessert, ohne dauerhafte Nebenwirkungen.

Syed Rahman, ein beratender Urologe am Spire Leeds Hospital und St James’s University Hospital, sagte: „Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Sie verdient es, bei Patienten mit BPH berücksichtigt zu werden.

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