Babyboom in der Dritten Welt, da die Fruchtbarkeitsraten in den reicheren Ländern sinken.

Die steigenden Geburtenraten in den Entwicklungsländern treiben einen globalen Babyboom voran, während Frauen in Dutzenden reicherer Länder nicht genügend Kinder produzieren, um das Bevölkerungsniveau dort aufrechtzuerhalten, so die am Freitag veröffentlichten Zahlen.

Ein globaler Überblick über die Geburten-, Sterbe- und Krankheitsraten, der Tausende von Datensätzen auf Länderebene auswertet, ergab auch, dass Herzkrankheiten heute weltweit die einzige führende Todesursache sind.

Das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME), das von der Bill and Melinda Gates Foundation an der University of Washington gegründet wurde, hat aus mehr als 8.000 Datenquellen – mehr als 600 davon neu – eine der detailliertesten Analysen der globalen öffentlichen Gesundheit zusammengestellt.

Zu den Quellen gehörten Untersuchungen im Land, Social Media und Open-Source-Material.

Sie stellte fest, dass die Weltbevölkerung zwar von 2,6 Milliarden im Jahr 1950 auf 7,6 Milliarden im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen ist, dass das Wachstum je nach Region und Einkommen jedoch sehr unterschiedlich ist.

Einundneunzig Nationen, hauptsächlich in Europa sowie Nord- und Südamerika, zeigten laut der IHME-Studie nicht genügend Kinder, um ihre derzeitige Bevölkerung zu versorgen.

Aber in Afrika und Asien stieg die Fruchtbarkeitsrate weiter an, wobei die durchschnittliche Frau im Niger während ihres Lebens sieben Kinder zur Welt brachte.

Ali Mokdad, Professor für Health Metrics Sciences am IHME, sagte AFP, dass der wichtigste Faktor bei der Bestimmung des Bevölkerungswachstums die Bildung sei.

Es liegt an sozioökonomischen Faktoren, aber es ist eine Funktion der Bildung einer Frau“, sagte er. „Je mehr eine Frau gebildet ist, desto mehr Jahre verbringt sie in der Schule, sie verzögert ihre Schwangerschaften und bekommt so weniger Babys.

Die IHME fand heraus, dass Zypern die am wenigsten fruchtbare Nation der Erde war, mit einer durchschnittlichen Frau, die nur einmal in ihrem Leben gebärt.

Im Gegensatz dazu haben Frauen in Mali, Tschad und Afghanistan im Durchschnitt mehr als sechs Babys.

Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass es bis zur Mitte des Jahrhunderts mehr als 10 Milliarden Menschen auf dem Planeten geben wird, was im Großen und Ganzen der Prognose des IHME entspricht.

Dies wirft die Frage auf, wie viele Menschen unsere Welt unterstützen kann, bekannt als die „Tragfähigkeit“ der Erde.

Mokdad sagte, dass die Bevölkerung in den Entwicklungsländern zwar weiter steigt, aber im Allgemeinen wächst ihre Wirtschaft.

Dies hat typischerweise einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeitsraten im Laufe der Zeit.

In Asien und Afrika wächst die Bevölkerung immer noch und die Menschen bewegen sich von der Armut zu einem besseren Einkommen – es sei denn, es gibt Kriege oder Unruhen“, sagte er.

Es wird erwartet, dass es den Ländern wirtschaftlich besser geht und es ist wahrscheinlicher, dass die Fruchtbarkeit dort abnimmt und sich ausgleicht.

Es gibt nicht nur Milliarden mehr von uns als vor 70 Jahren, sondern wir leben auch länger als je zuvor.

Die Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, zeigte, dass die männliche Lebenserwartung von 48 im Jahr 1950 auf 71 Jahre gestiegen war. Es wird erwartet, dass Frauen heute 76 Jahre alt werden, verglichen mit 53 im Jahr 1950.

Längeres Leben bringt seine eigenen Gesundheitsprobleme mit sich, da wir altern und schlechter werden und unsere Gesundheitssysteme stärker belasten.

Die IHME sagte, dass Herzerkrankungen heute weltweit die häufigste Todesursache sind. Erst 1990 waren neonatale Erkrankungen der größte Todesursache, gefolgt von Lungenerkrankungen und Durchfall.

Usbekistan, die Ukraine und Aserbaidschan hatten die höchsten Todesraten durch Herzerkrankungen, während Südkorea, Japan und Frankreich zu den niedrigsten gehörten.

Man sieht weniger Sterblichkeit durch Infektionskrankheiten, wenn die Länder reicher werden, aber auch mehr Behinderung, wenn die Menschen länger leben“, sagte Mokdad.

Er wies darauf hin, dass die Zahl der Todesfälle durch Infektionskrankheiten wie Malaria und Tuberkulose seit 1990 zwar deutlich zurückgegangen ist, aber neue, nicht übertragbare Täter an ihre Stelle getreten sind.

Es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die zu einer Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs führen. Adipositas ist die Nummer eins – sie nimmt jedes Jahr zu, und unser Verhalten trägt dazu bei.

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