Starke Überschwemmungen in Schwarzmeer-Provinz Ordu

TÜRKEI

Durch die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage kam es am Mittwoch zu starken Überschwemmungen in der nordtürkischen Provinz Ordu, die vielerorts zu Sachschaden führten. Dutzende Menschen wurden verletzt, Hunderte mussten von den Fluten gerettet werden.

Die Überschwemmungen und die darauffolgenden Erdrutsche ereigneten sich in den Bezirken Fatsa, Ikizce, Çaybaşı, sowie Aybastı. Die Ortschaften Ünye und Perşembe wurden besonders schwer getroffen.

Der Bürgermeister von Ünye, Ahmet Çamyar, erklärte, dass insgesamt vier Brücken eingestürzt seien, die verschiedene Dörfer miteinander verbunden hätten. Vier Personen seien dabei verletzt worden. Er fügte hinzu, dass noch 165 Menschen darauf warteten, aus den überfluteten Gebieten gerettet zu werden.

Laut Ordus Oberbürgermeister Enver Yılmaz sind in der Provinz insgesamt acht Brücken eingestürzt.

Die Schwarzmeer-Autobahn, die Hauptverkehrsader der Region, wurde aufgrund von Schlamm und angespülten Trümmern vorläufig gesperrt.

Das Unwetter traf auch die Wirtschaft der Region. 715 Arbeiter einer Haselnuss-Farm und einer Textilfabrik mussten in Sicherheit gebracht werden.

Viele erntereife Haselnusshaine, die die Haupteinnahmequelle der Region darstellen, wurden beschädigt. Auch wurden Zehntausende Tonnen geerntete Haselnüsse durch die Fluten weggeschwemmt. Laut staatlichen Angaben erzeugt die Türkei fast 70 Prozent von den weltweit geernteten Haselnüssen.

Die Schwarzmeerregion ist fast jedes Jahr von Überschwemmungen betroffen – besonders im Sommer, wenn der Wasserspiegel der Flüsse ansteigt. Da sich vor allem viele neu errichtete Siedlungen aufgrund des Platzmangels in Tälern und nah an Flussbetten befinden, werden diese oft von Unwettern getroffen.

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